Ein Gewerbegebiet, das mehr leistet

Das Areal Nord ist anders als die meisten industriell-gewerblich genutzten Gebiete. Es setzt auf Nachhaltigkeit, integriert städtebauliche Prinzipien und setzt auf gemeinschaftliche Konzepte. Das Potenzial zum Modell für andere Kommunen zu werden, ist da.

Viele Kommunen stehen unter großem Flächendruck. Grund und Boden sind knapp, die Begehrlichkeiten von Wohnbau und Wirtschaft aber enorm. Und die grünen Wiesen, die sich einfach erschließen lassen, werden immer weniger. Ein Dilemma, das nach neuen Konzepten ruft. In Freiburg geht man mit dem Areal Nord einen anderen Weg, der die knappe Ressource Boden effizienter nutzt und zugleich den Abschied von der traditionellen, gesichtslosen und partikularen Perspektive bedeutet.

„Wir haben zusammen mit der FWI über eine neue Art von Industriegebiet nachgedacht. Aus Analysen, vielen Ideen und dem Anspruch, eine Neudefinition zu finden, entwickelten wir die Basis-Vision.“

„Wir haben zusammen mit der FWI über eine neue Art von Industriegebiet nachgedacht. Aus Analysen, vielen Ideen und dem Anspruch, eine Neudefinition zu finden, entwickelten wir die Basis-Vision.“

„Wir haben zusammen mit der FWI über eine neue Art von Industriegebiet nachgedacht. Aus Analysen, vielen Ideen und dem Anspruch, eine Neudefinition zu finden, entwickelten wir die Basis-Vision.“

Uli Nocke, designconcepts

Der Unterschied beginnt bei der Fläche selbst. Im Areal Nord setzt man auf Nachverdichtung und Effizienz: Unternehmen agieren und produzieren in mehrgeschossigen Gebäuden, es gibt Grünbereiche statt Asphaltdominanz und gemeinsame, synergetische Infrastrukturen. Was einzeln unwirtschaftlich wäre, wird durch Kooperation zum Standortvorteil und eröffnet den Unternehmen mehr Handlungsspielraum für ihr eigentliches Business. Einrichtungen wie Kindergarten, Mobility Hub oder Quartiersversorgung sind Elemente, die man in traditionellen Gewerbegebieten vergeblich sucht. Hier werden sie konkret eingeplant. Unter dem Strich sind das handfeste Argumente im Wettbewerb um Fachkräfte. Wer gute Mitarbeitende gewinnen und halten will, braucht mehr als ein wettbewerbsfähiges Gehalt. Er braucht ein Umfeld, das überzeugt.

Die Stadt Freiburg erhält ein Industriegebiet, das zur Qualität der Gesamtstadt beiträgt, statt an ihr zu zehren. Klimaanpassung, Natur- und Artenschutz, Schwammstadtprinzip machen das Areal Nord zu einem Baustein nachhaltiger Stadtentwicklung. Die lokale Wertschöpfung steigt, die Infrastruktur trägt sich effizienter, und die Attraktivität des Standorts strahlt über die Breisgau-Metropole hinaus.

Was in Freiburg entsteht, hat Vorbildcharakter. In alternden Industrie- und Gewerbegebiete steigt der Druck, Unternehmen zu halten, neue anzusiedeln und gleichzeitig Klimaziele zu erfüllen – all das verlangt neue Lösungen. Das Areal Nord zeigt, dass ein Industriegebiet zugleich effizient, attraktiv und zukunftsfähig sein kann. Es liefert einen konkreten, realisierten Beleg dafür, wie die Restrukturierung gelingt: mit städtebaulichem Mut, klaren Qualitätsstandards und dem Willen, über den eigenen Tellerrand zu denken.

Noch ein Rendering, aber schon bald real: der Pavillon im Grünbereich für Pausen, kreative Sessions und Kontakte über den Firmenhof hinweg.

Noch ein Rendering, aber schon bald real: der Pavillon im Grünbereich für Pausen, kreative Sessions und Kontakte über den Firmenhof hinweg.