Grün gehört dazu.
Von Anfang an.
Was im Areal Nord entsteht, ist keine Grünstreifen-Pflichtübung, sondern ein grüner Freiraum mit großem Mehrwert für alle.
Industriegebiete und Grün – die beiden Aspekte haben in der Praxis bislang kaum zusammengefunden, denn meist dominieren versiegelte Flächen. Die Konzeption des Areal Nord weist der Flora und Fauna bewusst eine hohe Bedeutung zu. Freiraum ist hier kein Restprodukt, sondern ein eigenständiges, durchgeplantes Element – entwickelt von der FWI und designconcepts, geplant von freisign Landschaftsarchitekten aus Freiburg. Das Ergebnis ist ein Areal mit hoher Aufenthaltsqualität im Freien.
Der Masterplan des Areal Nord bildet dafür die Voraussetzung, in dem das flächenintensive Parken in einer zentralen Quartiersgarage so komprimiert wird, dass Platz für klimarelevantes Grün entsteht. Die bauliche Verdichtung ermöglicht es, Bereiche unbebaut zu belassen und als Ausgleichs-, Retentions- sowie Erholungsflächen zu nutzen. Dichte und Grün schließen sich also nicht aus.
„Das Areal war für uns zunächst wie eine wilde Spielwiese, ein Industriegebiet im Umbruch, das wir grundlegend mitgestalten konnten.“
„Das Areal war für uns zunächst wie eine wilde Spielwiese, ein Industriegebiet im Umbruch, das wir grundlegend mitgestalten konnten.“
„Das Areal war für uns zunächst wie eine wilde Spielwiese, ein Industriegebiet im Umbruch, das wir grundlegend mitgestalten konnten.“
Das Herzstück ist die sogenannte Grüne Mitte – ein zentraler Freiraum, der zugleich Versickerungsfläche, Habitat, Aufenthaltszone und Klimapuffer ist. Wer ihn betritt, bewegt sich auf Wegen aus wiederverwendetem Betonabbruch, vorbei an Wildhecken und einem Wasserbecken, der bei Regen zur Tränke für Tiere wird. Eine Plattform bietet Aussicht ins Grüne, ohne die Natur zu stören. Geländer bewahren die besonders zu schützenden Tierarten vor zu viel menschlicher Nähe. Ein zweites Eidechsenhabitat im Norden des Areals ergänzt die Natur- und Artenschutz-Strategie.
Auch die Straßen des Areals sind konsequent begrünt: Da Parkbuchten am Straßenrand nicht vorgesehen sind, bleibt Raum für begleitende Grünzüge aus gemischter Baumbepflanzung, Wildhecken markieren den Übergang zu Privatgrundstücken. Kleine Plätzchen mit Bänken und Stühle – Grüne Pausen getauft – laden zum kurzen Innehalten ein. Ein öffentlicher Platzraum mit FoodTruck, Outdoor-Fitness und Wasserelement wird den Mobility Hub bereichern.
Die von freisign und designconcepts detailliert geplante Möblierung im gesamten Areal nutzt die Produkte des norwegischen Herstellers Vestre. Sie bestehen aus fossilfreiem Stahl und Massivholz. Das Farbkonzept aus Gelb, Orange, Rosa und Blaugrün für Möbel und Leitsystem verbindet Natur und Gestaltung.
Ganz wichtig für die Planung war das Stichwort Klimaresilienz. Intensiv begrünte Versickerungs-flächen und die nach dem Schwammstadtprinzip konzipierten Erschließungsbereiche sorgen für eine naturnahe Nutzung des Regenwassers. Ein KI-gestützes Bewässerungssystem optimiert die Wasserversorgung der Bäume. Dach- und Fassadenbegrünungen kühlen die Gebäude auf natürlichem Weg.